BAFA-Förderung für KI-Beratung: Bis zu 50 % Zuschuss für den Mittelstand
Stand: März 2026 · Lesezeit: ca. 6 Minuten
Viele Mittelständler wissen nicht, dass strategische KI-Beratung staatlich gefördert werden kann. Das BAFA-Programm „Förderung von Unternehmensberatungen für KMU“ übernimmt bis zu 50 % der Beratungskosten — in den neuen Bundesländern sogar bis zu 80 %. Das Programm läuft noch bis Ende 2026.
Das BAFA-Programm auf einen Blick
Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) fördert Unternehmensberatungen für kleine und mittlere Unternehmen. Das Programm wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz finanziert und durch den ESF+ kofinanziert.
Die Konditionen
- Alte Bundesländer (inkl. NRW): 50 % Zuschuss, maximal 1.750 Euro pro Beratung
- Neue Bundesländer: 80 % Zuschuss, maximal 2.800 Euro pro Beratung
- Berechnungsgrundlage: Maximal 3.500 Euro Beratungshonorar pro Beratung
- Maximum: 5 Beratungen pro Unternehmen über die gesamte Programmlaufzeit, höchstens 2 pro Jahr
- Umfang: Bis zu 5 Tage / 40 Stunden pro Beratung
Wer ist berechtigt?
Alle kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) nach EU-Definition:
- Weniger als 250 Mitarbeiter
- Jahresumsatz maximal 50 Mio. Euro oder Bilanzsumme maximal 43 Mio. Euro
- Sitz und Geschäftsbetrieb in Deutschland
- Keine Einschränkung nach Rechtsform — GmbH, GbR, Einzelunternehmen, Freiberufler
Was wird gefördert?
Das Programm deckt Beratung zu „allen wirtschaftlichen, finanziellen, personellen und organisatorischen Fragen der Unternehmensführung“ ab. KI-Beratung qualifiziert sich explizit, sofern sie strategisch ausgerichtet ist:
- Entwicklung einer Digitalisierungs- oder KI-Strategie
- KI-Use-Case-Identifikation und Potenzialanalyse
- Auswahl und Bewertung digitaler Tools und KI-Lösungen
- IT-Sicherheits- und Datenschutzstrategie
- Risiko- und Chancenbewertung neuer Technologien
Wichtig: Gefördert wird die strategische Beratung — also Analyse, Empfehlungen und Roadmap. Die technische Umsetzung (Softwareentwicklung, Systemintegration) ist nicht förderfähig.
So läuft die Beantragung
- Online-Antrag: Das Unternehmen (nicht der Berater) stellt den Antrag über das BAFA-Portal.
- Prüfung: Die zuständige Leitstelle und das BAFA prüfen Antrag und Beraterqualifikation.
- Bewilligungsbescheid: Die Beratung darf erst nach Erhalt der schriftlichen Bewilligung beginnen.
- Beratung durchführen: Innerhalb von 6 Monaten nach Bewilligung.
- Verwendungsnachweis: Rechnung, Bankbeleg, Beratungsbericht und KMU-Erklärung einreichen.
- Auszahlung: Das BAFA prüft und überweist den Zuschuss.
Was bedeutet das für Ihre KI-Erstberatung?
Ein konkretes Rechenbeispiel für NRW:
- Beratungshonorar: 3.500 Euro (netto)
- BAFA-Zuschuss (50 %): 1.750 Euro
- Ihr Eigenanteil: 1.750 Euro
Für eine strategische KI-Potenzialanalyse mit Prozessbewertung, Use-Case-Priorisierung und konkreter Handlungsempfehlung — durchgeführt von einem Team aus KI-Architekten und IT-Sicherheitsexperten — zahlen Sie effektiv die Hälfte.
Warum jetzt handeln?
Das BAFA-Programm läuft bis zum 31. Dezember 2026. Eine Verlängerung ist bisher nicht angekündigt. Gleichzeitig steigt der Handlungsdruck durch den EU AI Act (Hochrisiko-Pflichten ab August 2026) und NIS2 (IT-Sicherheitspflichten für viele Mittelständler).
Wer jetzt eine geförderte Erstberatung nutzt, kann zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: KI-Potenziale identifizieren und gleichzeitig die Compliance-Anforderungen von EU AI Act und NIS2 vorbereiten.
Geförderte Erstberatung anfragen
Wir prüfen gemeinsam, ob Ihr Unternehmen für die BAFA-Förderung in Frage kommt und welche KI-Potenziale für Sie relevant sind.
Erstgespräch vereinbaren